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70 Jahre Israel – »Am Israel Chai!«

von Timo Roller

Heute – am Abend des 18. April 2018 – beginnen in Israel die Feierlichkeiten zum 70. Unabhängigkeitstag. Nach hebräischem Kalender jährt sich heute der Tag der Staatsgründung am 14. Mai 1948. David Ben-Gurion erklärte die Unabhängigkeit Israels – drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine neue alte jüdische Heimat nach dem Holocaust.

Es ist ein Wunder, dass Israel nach 1900 Jahren Zerstreuung der Juden in alle Welt gegründet wurde. Und es ist ein Wunder, dass es nach vielen Kriegen, Krisen und Anfeindungen immer noch existiert.

Viel wird diskutiert über Nahostpolitik und den offensichtlich unmöglich zu erreichenden Frieden. Über Jahrzehnte haben Verhandlungen, Überlegungen und Kompromisse zu nichts geführt. Neuerdings brennen Reifen an der Grenze des Gazastreifens. In Syrien hört der Krieg nicht auf und der Iran mischt dort mit, der immer wieder verkündet, Israel auslöschen zu wollen.

Israel ringt zäh um seine Daseinsberechtigung, die von UNO-Beschlüssen und Friedensaktivisten immer wieder unterschwellig und von Nachbarstaaten und Terrororganisationen ganz offen in Frage gestellt wird. Geheimdienste, Militär, scharfe Worte, aber auch demokratischer Rechtsstaat und strategische Besonnenheit – die Lage ist komplex und nicht alle Fragen leicht zu beantworten. Und obwohl Israel dem Westen in vielem näher steht als die Palästinenser, sehen Europäer meist in Israel den hochgerüsteten Goliath und in den Palästinensern den kleinen David.

Groß ist die Schnittmenge zwischen Israelkritik und Antisemitismus – beides äußerst sich immer wieder in ungerechtfertigten Anschuldigungen: Der Jud ist schuld! In Deutschland macht sich der Judenhass neu breit, in der einheimischen Gesellschaft und in muslimischen Parallelkulturen. In Berlin Kippa zu tragen kann gefährlich sein, für antisemitische Musik kann man in unserem Land inzwischen Preise gewinnen.

Die ersten gehen schon, wie lange werden es Juden noch in Europa aushalten? Sie brauchen eine Zuflucht, sie brauchen Israel, sie brauchen ihre Heimat.

70 Jahre Israel – mit all den Kämpfen und Wundern. Israel ist einzigartig. Und für diese Einzigartigkeit gibt es nach meiner Ansicht nur eine übernatürliche Erklärung: Gott hat seine Hände im Spiel. Und zugleich ist das, was wir heute in Israel vor uns sehen, ein wichtiger Beleg dafür, dass die folgenden Worte nicht von Menschen ausgedacht worden sind. Diese Worte sind ein Beweis für die Existenz und Vollmacht Gottes.

Die nun folgenden Prophezeiungen beziehen sich ganz offensichtlich auf Ereignisse im 20. Jahrhundert – vor dem Hintergrund von Holocaust, Rückkehr ins Land Israel und Staatsgründung erhalten die biblischen Worte eine überraschende Aktualität.

Schon Mose warnte sein Volk vor den Folgen des Ungehorsams gegenüber Gott:

»Denn der HERR wird euch unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen. Dort werdet ihr fremde Götter verehren müssen, die weder ihr noch eure Vorfahren gekannt haben. Götter aus Holz und Stein. Doch unter den fremden Völkern werdet ihr nicht sicher sein und nicht zur Ruhe kommen. Und der HERR wird euch dort unter Angst und Verzweiflung leiden lassen. Euer Leben wird am seidenen Faden hängen. Tag und Nacht werdet ihr in Angst leben und eures Lebens nicht mehr sicher sein. Am Morgen werdet ihr – aus Angst vor den Schrecken, denen ihr ständig ins Auge sehen müsst – sagen: ›Wäre es nur schon Abend!‹ Und am Abend werdet ihr sagen:›Wäre es nur schon Morgen‹« (5. Mose 28,64–67)

Er prophezeite somit vor etwa 3500 Jahren die Zerstreuung der Juden in alle Welt, die 70 n.Chr. eintrat. Darüber hinaus deutet er schon die Heimatlosigkeit und Misshandlung der Juden in der fast 2000-jährigen Diaspora an. Jeremia beschreibt die Diaspora so: »Man nennt dich: ›die Verstoßene‹ und: ›Zion, nach der niemand fragt‹«.

Doch die Propheten sahen nicht nur die Zerstreuung und die Diaspora voraus, sondern auch die Rückkehr ins alte, gelobte Land, die sich im 20. Jahrhundert vollzogen hat.

Der Prophet Jesaja sagte voraus:

»Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich werde deine Kinder aus dem Osten holen und dich aus dem Westen sammeln. Zum Norden sage ich:›Gib her!‹ Und zum Süden: ›Halte niemanden zurück! Bring meine Söhne aus der Ferne, meine Töchter aus allen Winkeln der Erde.‹« (Jesaja 43,5–6)

Hesekiel weissagte im Namen Gottes:

»Denn so spricht Gott, der HERR: Jetzt will ich selbst für meine Schafe sorgen und mich um sie kümmern. Wie sich ein Hirte um seine Schafe kümmert, wenn sie sich verirrt haben, so werde ich mich um meine Schafe kümmern und sie aus allen Orten befreien, wohin sie an jenem finsteren, bedrohlichen Tag zerstreut wurden. Ich werde sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern sammeln und in ihr Land zurückbringen. Ich werde sie auf den Bergen von Israel auf die Weide führen, an den Flüssen, und überall dort, wo Menschen im Land leben. Ja, ich werde ihnen gute Weide geben, auf den hohen Bergen von Israel soll ihr Weideplatz sein. Dort auf den Bergen von Israel werden sie auf einem guten Weideplatz lagern und auf fetten Wiesen grasen. Ich selbst werde für meine Schafe sorgen und sie lagern lassen, spricht Gott, der HERR. Ich werde das Verlorene suchen und das Verirrte nach Hause bringen. Ich werde das Verletzte verbinden und das Kranke stärken. Aber das Fette und das Starke werde ich töten. Ich werde gerecht für sie sorgen.« (Hesekiel 34,11–16)

Die Propheten Amos und Hesekiel sagten voraus, dass mit der Rückkehr des jüdischen Volkes das Land wieder aufblühen würde, von dem Mark Twain noch im Jahre 1867 schrieb: »Kommen Sie nach Galiläa, diese unbevölkerten Wüsten, diese rostfarbenen Hügel der Unfruchtbarkeit ... Palästina sitzt in Sack und Asche, verwüstet und hässlich - es ist ein unwirkliches Land.«

»Die Zeit wird kommen«, spricht der HERR, »in der das Korn und die Trauben schneller wachsen, als sie geerntet werden können. Dann werden die Weinberge Israels von süßem Wein triefen und überfließen! Ich werde mein vertriebenes Volk Israel aus den fernen Ländern heimholen und sie werden ihre Städte, die jetzt in Trümmern liegen, wieder aufbauen und darin wohnen. Sie werden Weinberge und Gärten pflanzen, sie werden ihre eigenen Feldfrüchte essen und ihren eigenen Wein trinken. Ich werde sie fest einpflanzen in dem Land, das ich ihnen geschenkt habe«, spricht der HERR, euer Gott, »dann werden sie nie mehr ausgerissen werden.« (Amos 9,13–15)

»Ihr aber, ihr Berge von Israel, werdet für mein Volk der Israeliten eure Zweige sprießen lassen und eure Frucht tragen – denn ihre Rückkehr lässt nicht mehr lange warten! Seht, ich komme zu euch und wende mich euch wieder zu. Ihr werdet bestellt und besät werden. Ich werde die Menschen bei euch zahlreich machen und das ganze Volk von Israel vermehren, und die Städte sollen wieder bewohnt und die Ruinen wieder aufgebaut werden. Und ich werde Mensch und Vieh bei euch vermehren, sie werden sich vermehren und fruchtbar sein. Ich werde dafür sorgen, dass ihr wieder bewohnt seid wie früher. Ich will mehr Gutes für euch tun als je zuvor. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin. Und ich werde Menschen zu euch bringen, mein Volk der Israeliten wird euch in Besitz nehmen und ihr werdet ihr Erbbesitz sein. Niemals mehr werdet ihr sie kinderlos machen.« (Hesekiel 36,8–12)

Dies ist nur ein Ausschnitt dessen, was Gott seinem Volk Israel verheißen hat. Aber diese Worte haben sich so eindeutig und unmissverständlich erfüllt, dass man auch ernst nehmen sollte, was von den Propheten über die weitere Zukunft Israels gesagt ist (Näheres darüber in meinem Buch »Einzigartiges Israel«.

Nach den Aussagen der Bibel ist keinesfalls zu erwarten, dass Gott Israel im Stich lassen wird und der schmale Landstrich, der sich als Judenstaat bezeichnet, von seinen zahlreichen Feinden angegriffen und vernichtet wird. Ja, einerseits sind die Juden in Israel nicht wehrlos und haben ein starkes Militär. Soldaten, Panzer und Kampfjets sind aber keine absolute Garantie dafür, dass Israel existiert und weiter existieren wird.

»Am Israel Chai!« – »Das Volk Israel lebt!« Das wird auch so bleiben. Und Gott allein ist der Grund dafür.

Und für uns Christen gilt: »Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!« (Psalm 122,6)

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