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Projekt PAPIERBLATT

Zeitzeugen

Die Kamera läuft. Jüdische Menschen erzählen ihre Lebensgeschichte, berichten von den schrecklichen Ereignissen während der Naziherrschaft. Sie haben den Holocaust (die Schoah) überlebt.

Sechs Millionen Juden wurden umgebracht. Die Zeugnisse der Überlebenden dürfen nicht verloren gehen, sondern sollen die Erinnerung an damals wachhalten. Darum ist das Video-Projekt »Papierblatt« entstanden. »Papierblatt« ist ein jüdischer Nachname, der allein durch das Überleben von Mordechai Papirblat heute noch existiert. Ein Name als Denkmal! Ein Projekt gegen das Vergessen und gegen neu aufkeimenden Antisemitismus!

Projekt

Wir stellen die Video-Interviews und Vorträge von Holocaust-Überlebenden online und kostenfrei zur Verfügung. Sie sind überwiegend in deutscher Sprache bzw. werden übersetzt. Hinzu kommen Zeichnungen und weiteres Material, das in unseren Archiven schlummerte. Wir möchten mit »Papierblatt« insbesondere die Bildung der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen fördern:

Für die Arbeit an Schulen werden in Zusammenarbeit mit qualifizierten Lehrkräften Unterrichts­materialien sowie didaktische Hilfen entwickelt und auf den Seiten des Archivs zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der jahrzehntelangen Arbeit in Israel genießt das Werk ZEDAKAH großes Vertrauen bei Überlebenden der Schoah. Dies hat dazu geführt, dass aus vielen Interviews der Film »Hoffnung und Versöhnung« entstanden ist. Allerdings zeigt dieser Film nur kurze Ausschnitte aus den Berichten der Zeitzeugen, die doch so viel mehr zu sagen haben. Deshalb haben wir ihre Berichte in voller Länge verfügbar gemacht. Die Menschen, die vor über 70 Jahren den Holocaust überlebt haben, sind heute sehr alt. Immer seltener können wir sie persönlich hören. Bereits in wenigen Jahren wird kein Zeitzeuge mehr da sein. Im Sinne der Überlebenden ermöglicht das Videoarchiv auch künftigen Generationen einen Zugriff auf authentische Berichte. Gleichzeitig sind die Zeitzeugen-Dokumente damit auch für die Forschung frei zugänglich.

Neben dem bereits erwähnten Film sind bereits Unterrichtsentwürfe an Schulen erprobt worden, Studentinnen an der Universität Bayreuth produzierten als Semesterarbeit ein Hörspiel mit einigen Stimmen unserer Zeitzeugen. Bei gemeinsamen Fortbildungen und Gesprächsrunden konnten sich Lehrkräfte, Pfarrer und weitere Interessierte über die Arbeit mit dem Papierblatt-Projekt austauschen. Zahlreiche Interviews und Vorträge stehen bereits auf der Seite www.papierblatt.de als Videos zur Verfügung, weiteres Material wird derzeit bearbeitet. Immer wieder werden neue Lebensberichte aufgenommen oder vorhandenes Archivmaterial digital aufbereitet.

Bildung

Jugendliche »begegnen« konkreten Menschen und setzen sich mit persönlichen Lebensgeschichten auseinander: Menschen wie Asher Ud, Magda Goldner, Mordechai Papirblat, Vardit Meir und Amira Gezow. Das didaktische Begleitmaterial ermöglicht fachspezifische und fächerübergreifende Lernprozesse – entsprechend des aktuellen Bildungsplans für Baden-Württemberg.

Das Archiv stellt darüber hinaus vielfältiges Material zur Verfügung für gesellschaftspolitisch und geschichtlich relevante Arbeit und Forschung an der Schule. Schülerinnen und Schüler gewinnen Kompetenzen entsprechend der Leitperspektive »Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt«.

Das Projekt ist webbasiert und nützt die Chancen der Digitalisierung. Die Jugendlichen erwerben nicht nur fachspezifische, sondern auch methodische Kompetenzen im Bereich des E-Learnings – entsprechend der Leitperspektive »Medienbildung«.

Vernetzung

Durch vielfältige Vernetzungsangebote stellt das Projekt den Bezug zu Vergangenheit und Gegenwart der Region Nordschwarzwald her. Damit werden Beispiele für Möglichkeiten in anderen Regionen Deutschlands gegeben. Schulen, Universitäten, kirchliche Einrichtungen, jüdische Persönlichkeiten, Israelwerke – wir pflegen vielfältige Kontakte und stellen das Projekt auf eine breite Basis konstruktiver Zusammenarbeit.

Technik

www.papierblatt.de ist eine leicht zugängliche Medienplattform, die auf offenen Standards wie HTML5 basiert. Daher ist sie auf Computern aller Betriebssysteme sowie auf mobilen Endgeräten ohne Einschränkungen verwendbar (Responsive Webdesign). Durch die Unabhängigkeit von Internetkonzernen ist die Datensicherheit bestmöglich gewährleistet. Sollte es technische Probleme geben, stehen IT- und Medientechnik-Experten zur Verfügung, die beraten oder ggf. Anpassungen vornehmen können.

Feedback

Die Interaktion mit den Nutzern und Projektpartnern ist uns wichtig. Gerne stellen wir fertige Projekte als Beispiele, Bildungsangebote oder Ausgangspunkt für weitere Arbeiten zur Verfügung. Wir streben eine gute Vernetzung teilnehmender Akteure und Bildungseinrichtungen an. Auch ein direkter Kontakt zu Holocaust-Überlebenden kann initiiert werden. Weiterhin lädt ZEDAKAH nach Möglichkeit Überlebende ein, die als Zeitzeugen berichten und deren Vorträge wir aufnehmen.

Lernen Sie das Projekt PAPIERBLATT kennen.


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