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Von Gott geschenkte Weitsicht

Viele Menschen nannten sich im Verlauf der Weltgeschichte »Propheten«. Manche, wie zum Beispiel Nostradamus, weckten große Aufmerksamkeit – doch bei genauer Betrachtung waren die »Prophezeihungen« meist Zufallstreffer oder vage Beschreibungen.

Es gab jedoch auch Propheten, deren Vorhersagen Wort für Wort eingetroffen sind oder noch eintreffen werden. Es sind die Propheten der Bibel: zum Beispiel Mose, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Johannes und – Jesus Christus.

Die Bibel spricht oft über Ereignisse, die aus damaliger Sicht in der Zukunft lagen oder auch heute noch in der Zukunft liegen. Einige herausragende Propheten – es gibt etliche weitere – sollen kurz vorgestellt werden.

Im Alten Testament, in der Heiligen Schrift der Juden, gibt es sehr viele Propheten. Die bekanntesten sind meist diejenigen, die ein eigenes Buch verfasst haben, wie beispielsweise Jesaja, Daniel oder Amos. Es gab aber auch zahlreiche andere, ebenfalls wichtige und einflussreiche Propheten wie Samuel, Nathan oder Elia, über die ausführlich berichtet wird, die aber keine eigenen schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben.

Mose führte das israelitische Volk aus der Knechtschaft in Ägypten durch die Wüste bis an die Grenzen des Heiligen Landes. Er ist einer der herausragendsten biblischen Personen überhaupt. Juden und Christen verdanken ihm die Zehn Gebote, die er von Gott entgegennahm und in seinen Büchern festhielt. Er schrieb das Gesetz Gottes nieder, die Thora. Darüber hinaus übermittelte er seinem Volk viele prophetische Aussagen Gottes, die zum Teil weit in die Zukunft reichten. Er warnte Israel vor Ungehorsam und schilderte die möglichen Folgen: »Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde.« (5. Mose 28, 64)

Jesaja gilt als der bedeutendste Prophet des Alten Testaments und wirkte etwa 730 v. Chr. Während der Belagerung Jerusalems unter Hiskia mahnte er zum Vertrauen auf Gott. Seine Hauptthemen sind das Gericht und die Erlösung. Er machte detaillierte Aussagen über den Messias und die Zukunft des Volkes Israel.

Jeremia war ein großer Prophet in Juda und lebte um das Jahr 600 v. Chr. Schon in seiner Jugend wurde er zum Propheten berufen. Er rief das Volk zur Umkehr auf und warnte vor einer Eroberung und der Wegführung ins Exil. Er machte viele Vorhersagen über die babylonische Gefangenschaft, einige jedoch bezogen sich auf eine viel weiter entfernte Zukunft: auf die Ankunft des Messias und auf die Rückkehr der Juden aus aller Welt.


Der Prophet Jeremia weint über Jerusalem.

Hesekiel wurde in der babylonischen Gefangenschaft von Gott zum Propheten berufen. Er forderte das Volk auf, die Vergebung Gottes zu suchen und Buße zu tun. Hesekiel wurde zum Wächter über das Haus Israel in der Verbannung. Nach der Zerstörung Jerusalems sagte er das zukünftige Heil der Stadt voraus, nicht nur zur Zeit des zweiten Tempels, sondern auch zum »Ende der Zeit«, wenn Israel wiedererstehen würde und der letzte, endgültige Tempel entstehen wird.

Sacharja war Prophet und Priester. Er wurde während des Exils in Babylon geboren. Er ermutigte die Juden zum Bau des zweiten Tempels. Seine bilderreichen Prophezeiungen verkündeten unter anderem das kommende Friedensreich des Messias (Sacharja 9), die Heimführung des Volkes Gottes sowie das Gericht über die Heiden, die gegen Jerusalem kämpfen (Sacharja 12)

Im Neuen Testament gibt es hauptsächlich zwei Menschen, die Aussagen über die Zukunft der Menschheit machen: Johannes und Jesus Christus.

Es gibt verschiedene Ansichten über den Verfasser der neutestamentlichen Offenbarung, doch aller Wahrscheinlichkeit nach wurde sie vom Apostel Johannes geschrieben, dem Jünger Jesu und Autor des nach ihm benannten Evangeliums sowie der drei Johannesbriefe.

In seiner Offenbarung warnt er die christlichen Gemeinden vor verschiedenen Sünden und vor der Abkehr vom echten Glauben. Weiter beschreibt er den Kampf des Bösen gegen Gott und seine Gemeinde, jedoch liege der endgültige Sieg bei Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Die apokalyptischen Visionen des Johannes knüpfen eng an die endzeitlichen Reden alttestamentlicher Propheten wie die von Jesaja, Hesekiel, Daniel und Sacharja an.

Jesus Christus wurde und wird von seinen Anhänger als der verheißene Messias und Sohn Gottes betrachtet. Neben den vielen Wundern, die er wirkte, äußerte sich Jesus gegenüber seinen Jüngern auch über die Zukunft der Welt. Seine prophetischen Aussagen betrafen zum Beispiel die Zerstörung des Tempels und auch seine Wiederkunft am Ende der Zeit.


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