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Segen und Fluch über Israel

»Wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebe, gehorcht und sie genau befolgt, wird der Herr euch zum Kopf und nicht zum Schwanz machen, und es wird mit euch immer weiter aufwärts gehen und nicht bergab. Ihr dürft von keinem einzigen Gebot, das ich euch heute gebe, abweichen. Lauft keinen anderen Göttern nach und verehrt sie nicht. Wenn ihr jedoch dem Herrn, eurem Gott, nicht gehorcht und seine Gebote und Vorschriften, die ich euch heute gebe, nicht gewissenhaft befolgt, werden euch seine Flüche treffen.« (5. Mose 28, 13–15)

»Alle Dinge sind sterblich außer dem Juden; alle anderen Kräfte vergehen, er lebt. Was ist das Geheimnis seiner Unsterblichkeit?« (Mark Twain)

Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk. Sie sind ein ewiges Volk und werden nicht untergehen, solange die Erde besteht. In dieser Erwählung liegt das von Mark Twain erwähnte Geheimnis. Als Gegenleistung verlangt der HERR von seinem Volk Gehorsam. Die Bibel zeichnet ein Bild der Geschichte Israels, an dem meist direkt die Auswirkungen von Gehorsam oder Ungehorsam zu erkennen sind: Segen oder Fluch –Aufstieg oder Niedergang.

Auch die anderen Völker werden von Gott daran gemessen, wie sie zu Israel stehen. Die Resultate sind offensichtlich.

Das jüdische Volk hat alle Höhen und Tiefen durchlebt, die ein Volk durchmachen kann – in extremer Weise.

Schon Mose hat die Israeliten gewarnt: Auf ihnen liegt ein besonderer Segen – Gott hat es erwählt – aber auch eine besondere Verantwortung. Die Abkehr von Gott, der ihnen soviel Gutes getan hat, würde für die Israeliten schreckliche Auswirkungen haben. Das glorreiche Königreich würde untergehen, das Volk unter alle Nationen zerstreut, wo es unsägliche Schmerzen durchmachen müsste.

König Salomo stürzte Israel durch seinen Götzendienst in eine Schuld, aus der es sich nie wieder endgültig befreien konnte. Die Abkehr von Gott wurde dem Volk oft zum Verhängnis.

Und doch: Hin und wieder bewiesen gläubige Juden wie der König Hiskia, dass Gott es immer noch gut mit seinem Volk meinte – wenn es nur seinem HERRN gehorchte.

Am Ende der Zeiten wiegt die Verheißung schwerer als der Fluch: »Und diejenigen von euch, die dann noch übrig sind, werden als Folge ihrer Sünden – und auch als Folge der Sünden ihrer Vorfahren – im Land ihrer Feinde dahinsiechen. Dann schließlich wird mein Volk seine Sünden und die Sünden seiner Vorfahren bekennen. Als sie mir die Treue gebrochen und sich gegen mich gestellt haben, habe auch ich mich gegen sie gestellt und sie ins Land ihrer Feinde gebracht. Wenn sie dann ihre ungehorsamen Herzen demütigen und die Strafe für ihre Sünden annehmen, werde ich mich an meinen Bund mit Jakob, an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham erinnern und werde an das Land denken.« (3. Mose 26,39–42)

Wer Gottes Augapfel antastet – Segen und Fluch über die Heiden

»Dann befahl der HERR Abram: ›Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.‹« (1. Mose 12,1-3)

Gott spricht zu Abraham (der hier noch Abram hieß) und seinen Nachkommen. Wichtig ist der Satz: »Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen « (Vers 3)

Der (leider immer noch) weit verbreitete Antisemitismus und die Ablehnung Israels ziehen den Fluch Gottes auf die Feinde seines Volkes. Betrachtet man die Geschichte, so erkennt man, dass die Feinde der Juden bestraft wurden, mal früher, mal später. Der Fluch Gottes trifft immer, so wird es auch in Zukunft sein, wenn die Feinde Israels immer zahlreicher werden. »Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.« (Sacharja 2,12 Luther)

Andererseits werden die Freunde Israel gesegnet sein. Gott wird sich auf ihre Seite stellen, da sie sich auf die Seite seines »Augapfels« gestellt haben.


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