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Glaubensrichtungen

Die heutige jüdische Gesellschaft in Israel ist breit gefächert. Sie setzt sich aus »religiösen«, »orthodoxen«, »ultra-orthodoxen«, »säkulären« und »Reform-Juden« zusammen. Die Unterschiede dabei sind oft fließend. Viele Israelis bezeichnen sich als Atheisten und befolgen trotzdem eine Menge religiöser Vorschriften. Zusammenfassend kann man sagen, dass etwa 20 Prozent der Juden im Land nach allen jüdischen Vorschriften leben, 60 Prozent halten je nach persönlicher Neigung und ethnischer Tradition einen Teil der Gesetze. Etwa 20 Prozent sind nichtpraktizierende Juden.

Israelische Soldatin: ein Gebet an der Klagemauer.

Am auffälligsten für den Besucher Israels sind die orthodoxen Juden mit ihren schwarzen Anzügen, ihren Hüten und den Löckchen an der Schläfe. Die ultra-orthodoxen unter ihnen leben hauptsächlich im Jerusalemer Judenviertel »Mea Shearim« und in Bnei Brak bei Tel Aviv. Sie erkennen den Staat Israel nicht an, da ihrer Meinung nach erst der Messias das Reich wiederherstellen kann. Demzufolge ist der Unabhängigkeitstag für sie ein Trauertag. Dennoch leben sie in Israel, wo sie keine Angst vor Diskriminierung und Verfolgung haben müssen.

Die gemäßigten Orthodoxen erkennen Israel an, sind jedoch keine Zionisten. Zusammen mit den zionistisch-religiösen bestimmen sie im Oberrabbinat über die Bürgerrechte der Juden im Land. Sie haben Einfluss auf das Einwanderungsrecht, die Rabbinatsehe, das Erziehungswesen und die Thora- und Talmudschulen (Jeschiwot).

Die jüdische Gesellschaft in Israel polarisiert sich immer mehr und die gegenseitige Ablehnung nimmt zu. Orthodoxe Juden leisten keinen Militärdienst, was sie bei vielen Israelis unbeliebt macht. Dagegen greift die Säkularisierung und Liberalisierung bei den Reformjuden um sich, was ihnen die Antipathie der Religiösen einbringt.


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