Inhalt

Religionsfreiheit

Die Proklamation des Staates Israel von 1948 garantiert jedem Bürger volle Religionsfreiheit. Jede Religionsgemeinschaft kann nach dem Gesetz wie in der Praxis ihren Glauben ausüben, ihre Feiertage und ihren wöchentlichen Ruhetag begehen und ihre inneren Angelegenheiten verwalten. Jede Religionsgemeinschaft hat zudem ihren eigenen, gesetzlich anerkannten Rat und eigene Gerichte mit Zuständigkeit für alle religiösen und personenstandsrechtlichen Dinge wie z.B. Ehe und Scheidung. Jede Religionsgemeinschaft hat ihre eigenen Gotteshäuser mit traditionellen Ritualen und besonderen architektonischen Merkmalen, die sich im Laufe von Jahrhunderten herausgebildet haben.

Antimissionsgesetz

Immer wieder ist in christlichen Kreisen von einem »Antimissionsgesetz« die Rede, das angeblich Mission in Israel verbieten soll.

In Wahrheit ist es nach einem Gesetz von 1977 nur verboten, durch Geld oder materielle Vorteile andere Menschen zu verleiten, ihre Religion zu wechseln. Darüber hinaus dürfen Jugendliche unter 16 Jahren nicht zum Religionsübertritt bewegt werden. Das Gesetz wurde jedoch nie angewandt.

Als Folge einer großangelegten Flugblatt-Aktion an alle Haushalte in Israel, die ohne Absprache mit einheimischen messianischen Juden erfolgte, reichten zwei Knessetabgeordnete den Antrag auf eine Verschärfung des bisherigen Gesetzes ein. Die Regierung versicherte jedoch, dass dieses »Antimissionsgesetz« keine Chance hätte, die erforderliche Mehrheit in der Knesset zu erlangen. Inzwischen gab es weitere Anträge für ein Gesetz dieser Art.

Allerdings gibt es jüdische Aktivisten und Organisationen, die gezielt messianische Juden belästigen oder angreifen sowie deren Gottesdienste stören.


Zum nächsten Kapitel  ¦  Zum Seitenanfang

Sonderseiten

Startseite

Unterstützung

Impressum

Kontakt

MORIJA-Projekte

Papierblatt

Arche Noah

Bible Earth

Partner

MORIJA gGmbH

SCM Hänssler

Social Media

MORIJA auf Facebook

Timo Roller auf Twitter