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Mohammed

Nach muslimischer Meinung ist der Islam die älteste und wahre Religion: Abraham (Ibrahim), Mose und Jesus waren Gesandte Allahs und gute Moslems. Juden und Christen, im Koran als »Volk der Schrift« bezeichnet, hätten angeblich in ihren heiligen Büchern die wirklichen Geschehnisse verfälscht und nur der Koran enthalte die reine, endgültige Wahrheit. Mohammed sei der letzte Gesandte und Prophet Allahs und ist in den Augen der Moslems der vollkommene Maßstab.

Ihren Ursprung nahm die Lehre des Islam mit ihrem Stifter Mohammed, der um 570 n.Chr. geboren wurde. Sein Vater hieß Abdallah und starb noch vor seiner Geburt. Seine Mutter Amina verlor Mohammed als Kleinkind, so dass er schon in jungen Jahren Vollwaise wurde und sich seinen Unterhalt als Hirte verdiente. Aufgezogen wurde er von seinem Großvater Abd al-Mutallib und später von seinem Onkel Abu Talib.

Später wurde Mohammed Kaufmannsgehilfe und heiratete die 15 Jahre ältere Chadidscha, von der er als vertrauenswürdiger und geschäftstüchtiger Karawanenführer entdeckt wurde. Ihre drei gemeinsamen Söhne starben, was ihm trotz materiellen Reichtums große seelische Qualen bereitete.

In dieser Zeit wurde der in der Gegend um Mohammeds Heimatstadt Mekka verbreitete Animismus mit seinem Götzenkult durch neue geistige Einflüsse infrage gestellt: Jüdische Flüchtlinge und christliche Sklaven brachten fremde Ideen ins Land. Als Händler konnte Mohammed auch seine Kontakte zu jüdischen und christlichen Händlern ausbauen, von deren biblischen Geschichten er sich offenbar angesprochen fühlte. 610 n. Chr. widerfuhr dem sehr nachdenklich gewordenen Hanifen (Religiöser Sucher) ein überwältigendes Erlebnis, das als »Berufungserlebnis des Allah« bekannt wurde. Nach diesem Ereignis entstand der Koran durch »Offenbarungen«, die Mohammed von Allah bekam. Die Lehre des Islam war entstanden: Allah, der Schöpfer und Richter, der das Schicksal der Menschen bestimmt und das nahende Weltgericht.

Zwei Drittel des Korans bestehen aus teilweise sehr abgewandelten Geschichten aus dem Alten Testament und aus den Evangelien. Muslime betrachten in der Regel die Bibel als »verfälscht«, obwohl sie älter ist als der Koran und nach historischen Kriterien wesentlich besser überliefert.

Am 1. Juni 622 wanderte Mohammed nach Medina aus, nachdem er wegen seiner Verkündigung Mekka verlassen musste. Diese Auswanderung (»Hedschra«) ist der Beginn der islamischen Zeitrechnung. 630 kehrte Mohammed nach Mekka zurück. Er reinigte die Stadt und das alte arabische Heiligtum Kaaba vom Götzendienst. Seine neue Lehre siegte in Arabien.

Mohammed starb im Jahre 632 in Medina, vermutlich wurde er vergiftet.


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