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Intifada 1987

Am 9. Dezember 1987 wurde aus dem »Befreiungskampf« der PLO und den Terroranschlägen der Extremisten ein Volksaufstand der palästinensischen Bevölkerung. Ein zufälliges Ereignis war der Funken, der das Pulverfass zur Explosion brachte. Im Gazastreifen verursachte ein israelischer Lastwagenfahrer einen Unfall, bei dem drei Palästinenser ums Leben kamen. Dies löste einen Aufruhr des Volkes auf, erst im Gazastreifen, nach wenigen Tagen auch in Judäa und Samaria.

Eine neue Front war im arabisch-israelischen Konflikt entstanden: Auf der einen Seite stand die hochgerüstete und gut ausgebildete Armee, auf der anderen Seite unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder. Unbewaffnet – wenn man Steine und Molotow-Cocktails nicht als Waffen rechnet.

Die Soldaten und mit ihnen die israelische Regierung befanden sich in einem moralischen Dilemma, die Medien taten ein Übriges dazu. Die Geschichte von David und Goliath war plötzlich ins Gegenteil verkehrt: Israel als großer, böser Goliath, kämpfte mit Gewehren gegen Steine schleudernde palästinensische Davids. Die Streitkräfte Israels wurden als brutale Besatzungsarmee an den Pranger gestellt.

Es zeigte sich, dass der Konflikt nur politisch zu lösen war. Erst 1991, als in Madrid die israelisch-arabische Friedenskonferenz stattfand, flaute die Intifada ab. Doch auch die Oslo-Verhandlungen sechs Jahre nach Ausbruch der Intifada verhinderten nicht, dass es weiterhin immer wieder Terroranschläge und Aufstände gegen die Armee gab. Laut israelischen Menschenrechtlern kamen bei den Auseinandersetzungen insgesamt über 1000 Palästinenser ums Leben. Darunter waren wohl zahlreiche Terroristen, aber auch viele Kinder, die an den Straßenkämpfen teilnahmen. In der gleichen Zeit wurden 180 Israelis getötet, meist durch gezielte Terroranschläge.

Im Jahr 2000, als Friedensverhandlungen zwischen Arafat und Ehud Barak nicht die gewünschten Ergebnisse brachten, begann auf dem Tempelberg in Jerusalem die zweite Intifada.

Siehe hierzu Al-Aqsa-Intifada


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