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Holocaust und Staatsgründung

Adolf Hitler löschte im Zweiten Weltkrieg ein Drittel des Weltjudentums aus. Die »Shoah« – der Holocaust – forderte sechs Millionen jüdische Opfer. Viele Juden flohen unter großen Anstrengungen ins Mandatsgebiet Palästina, ins Land ihrer Väter. Sie hatten mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Ausreise wurde von den Deutschen verwehrt, die Einreise ins Gelobte Land von den Engländern.

Das britische Weißbuch von 1939 verkündete: »Vom April dieses Jahres an werden innerhalb der nächsten fünf Jahre 75.000 Einwanderer zugelassen. Nach fünf Jahren wird keine jüdische Einwanderung mehr gestattet, es sei denn, die Araber Palästinas wären hierzu bereit.«

Jüdische Untergrundorganisationen schafften es jedoch, weit mehr Flüchtlinge einzuschleusen und so hatte Palästina im Jahr 1948 etwa 650.000 jüdische Bewohner. Eine UN-Sonderkommission empfahl im Mai 1947 die Beendigung des britischen Mandats und die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Am 29. November 1947 stimmte die UNO-Vollversammlung unter dem Eindruck des Holocausts für die Teilung Palästinas: 33 Staaten stimmten für den Teilungsplan (darunter Frankreich, die USA und die Sowjetunion), 13 waren dagegen (hauptsächlich muslimische Staaten, aber auch Griechenland und Kuba). Großbritannien war unter den 10 Staaten, die sich enthielten. Die jüdische Führung begrüßte die Entscheidung, die Araber jedoch lehnten den Beschluss entschieden ab.

Mit Berufung auf die Balfour-Deklaration, den Holocaust und den Beschluss der Vereinten Nationen verkündeten die Juden Palästinas am 14. Mai 1948, wenige Stunden vor Ablauf des britischen Mandats, den unabhängigen Staat Israel. David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident, verlas die Unabhängigkeitserklärung.

Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch unser Projekt »Papierblatt – Holocaustüberlebende berichten«.


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