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Militär (»Zahal«)

Ein prägender Lebensabschnitt für junge Israels: der Wehrdienst.

Die am 31. Mai 1948 gegründeten Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gingen aus den beiden Vorgängerorganisationen »Hagan« und »Palmach« hervor. In Israel nennt man sie »Zahal«. Der Begriff ist abgeleitet von »Zava Hagana LeIsrael«, was übersetzt »Verteidigungskraft Israels« heißt.

Die Zahal musste das Land in fünf größeren Kriegen verteidigen und gehört damit zu den erfahrensten Streitkräften der Welt.

Die vorrangigen Sicherheitsziele der israelischen Armee sind die Verteidigung der Existenz, der territorialen Integrität und der Souveränität des Staates Israel, die Abschreckung aller Feinde sowie die Eindämmung aller Formen des Terrorismus, die eine Bedrohung für das tägliche Leben darstellen.

Strategien und Stärken

Da es dem Land an territorialer Tiefe fehlt, gehört zur Taktik der israelischen Armee, wenn nötig die Initiative ergreifen und bei einem Angriff das Kampffeld möglichst rasch auf Feindesgebiet verlegen. Obwohl die israelischen Streitkräfte ihren Feinden zahlenmäßig immer unterlegen waren, genießen sie einen qualitativen Vorteil durch die Entwicklung moderner Waffensysteme, von denen viele in Israel entwickelt und hergestellt wurden.

Als Hauptstärke der Zahal galt von Beginn an die hohe Moral und Qualität der Soldaten. Die Mehrheit der Streitkräfte sind Reservisten, die regelmäßig zu Wehrdienst und Wehrübungen einberufen werden und im Kriegsfall oder bei Krisen schnell aus allen Teilen des Landes zu ihren Einheiten zum Einsatz gerufen werden.

Drei Dienstzweige der Zahal, Heer, Luftwaffe und Marine, sind einem gemeinsamen Oberkommando unterstellt, an dessen Spitze der dem Verteidigungsminister verantwortliche Generalstabschef mit dem Rang eines Generalleutnants steht. Er wird auf Empfehlung des Ministerpräsidenten von der Regierung für drei Jahre ernannt.

Außer im Kampfeinsatz dienen in der Armee Männer und Frauen Seite an Seite als Techniker, Funk- und Aufklärungsspezialisten, Ausbilder, Kartografen, in Verwaltung und Materialwesen, als Informatiker, Ärzte, Rechtsanwälte usw.

Seit ihrer Gründung setzt sich die Zahal aktiv für den Aufbau der Nation ein, bieten auch der Zivilbevölkerung Förder- und Aufbaukurse an und helfen bei der Eingliederung von Neuankömmlingen in die israelische Gesellschaft. In Zeiten nationaler Krisen oder in Notfällen reagiert das Militär sofort mit den erforderlichen Maßnahmen, indem es speziell ausgebildetes Personal für Sondereinsätze bereitstellt.

Formen des Militärdienstes

Wehrdienst: Alle tauglichen Männer und Frauen werden mit 18 Jahren eingezogen. Die Dienstzeit der Männer beträgt drei Jahre, die der Frauen 21 Monate. Hochschulstudenten können vom Wehrdienst zurückgestellt werden. Arabische Staatsbürger, orthodox-religiöse Frauen und Yeschiwa-Studenten sind vom Wehrdienst befreit. Einwanderer können, je nach Alter und Personenstand bei der Einreise, befreit werden oder einen kürzeren Wehrdienst ableisten.

Reservedienst: Nach Beendigung des Wehrdienstes wird jeder Soldat einer Reserveeinheit zugeteilt. Männer bis zum Alter von 51 Jahren dienen bis zu 39 Tage im Jahr, in Notzeiten auch länger. In jüngster Zeit wurde versucht, den Reservedienst möglichst einzuschränken. So können Reservisten, die in Kampfeinheiten gedient haben, bereits im Alter von 45 Jahren vom Dienst befreit werden.

Militärische Dienstlaufbahn: Jeder Wehrdienstabsolvent, der den Anforderungen der IDF genügt, kann eine Unteroffiziers- oder Offizierslaufbahn antreten. Berufssoldaten bilden den Führungsstab und das verwaltungstechnische Rückgrat der IDF. Absolventen von Offiziers-, Piloten- oder besonderen militärtechnischen Schulen müssen sich für eine bestimmte Zeit zum Dienst verpflichten.


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