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Literatur

Voraussetzung für die Entwicklung der Literatur des Landes war die fast hundert Jahre dauernde Wiederbelebung des Hebräischen nicht nur als Umgangssprache, sondern auch als ausdrucksvolle Sprache der Literatur. Israelische Autoren und Dichter befassen sich eingehend mit den Gegebenheiten und Geschehnissen im Land, aber ebenso mit weltumfassenden Themen. In den Werken spiegelt sich der Wandel des Landes und die Entwicklung der Gesellschaft in ihrer komplexen Vielschichtigkeit wider.

Jährlich werden etwa 2500 Titel veröffentlicht. Hinzu kommen noch Neuauflagen von Klassikern sowie importierte Bücher, die alle in den vielen Buchläden des Landes angeboten werden. Ungefähr 1000 Bibliotheken bieten Leih- und Informationsdienste an. Mobile Büchereien betreuen abgelegene Gebiete. Die alle zwei Jahre veranstaltete Internationale Buchmesse bringt Tausende von Besuchern nach Jerusalem, und in jedem Frühjahr verwandelt die »Woche des Hebräischen Buches« Plätze und Parkanlagen in lebhaft besuchte Büchermärkte.

Prosa

Die erste hebräische Prosa im Land Israel wurde von eingewanderten Autoren geschrieben. Obgleich ihre Wurzeln in der Welt und den Traditionen des osteuropäischen Judentums verankert waren, behandelten ihre Werke in erster Linie die schöpferischen Leistungen in Israel, als dem Land, in das sie gekommen waren, »um es zu erbauen und selbst von ihm erbaut zu werden«.

Joseph Chajim Brenner (1881 bis 1921) und Shmuel Josef Agnon (1888 bis 1970) schufen innovative Schreibstile, die eine neue hebräische Prosa des 20. Jahrhunderts entstehen ließen. Brenner und Agnon gelten weithin als die Väter der modernen hebräischen Literatur, wenngleich sie sich literarisch weder im Alleingang noch außerhalb des historischen Kontextes bewegten.

Joseph Chajim Brenner wurde angesichts der Schwierigkeiten der zionistischen Bewegung in Israel und der geringen spirituellen Qualität bestimmter Kreise innerhalb des Jischuw, der jüdischen Gemeinschaft im Land Israel vor der Staatsgründung, von Zweifeln geplagt und zeit seines Lebens zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin- und hergerissen. Er sah überall Fehler und Mängel und fürchtete zukünftige unheilvolle Entwicklungen beim Zusammentreffen der jüdischen und arabischen Bevölkerung.

In dem Bestreben, Realität einzufangen, bevorzugte er rabbinische und mittelalterliche Formen des gesprochenen Hebräisch, kreierte neue Redewendungen und verwendete eine dramatische Syntax, um den Eindruck von lebendiger Alltagssprache zu vermitteln. Im Mittelpunkt von Brenners Werk steht seine Identifikation mit dem physischen Ringen der zionistischen Pioniere um einen festen Halt in einem dürren, rauen Land, das sich so sehr von ihren europäischen Geburtsländern unterschied, und das nicht minder mühsame Ringen, um einer jüdischen Identität in Israel Gestalt zu verleihen.

Shmuel Josef Agnon wählte in seinen Werken modernere Formen der hebräischen Sprache. Seine Vertrautheit mit der jüdischen Tradition, verbunden mit dem Einfluss des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, ließ eine Literatur entstehen, welche die großen zeitgenössischen Probleme des Geisteslebens, den Zerfall der traditionellen Lebensstile, den Glaubensverlust und den daraus resultierenden Identitätsverlust thematisierte.

In den Werken des orthodoxen Juden und Meisters der Intuition und der psychologischen Einfühlung manifestiert sich eine Verbindung zu den dunklen und irrationalen Seiten der menschlichen Psyche und die Identifikation mit den inneren Unsicherheiten des gläubigen und des nichtgläubigen Juden. Die Realität, wie Agnon sie darstellt, schafft eine tragische, bisweilen auch groteske Atmosphäre. Viele seiner Werke sind vom Krieg und den Schreckensbildern des Holocaust überschattet; die Welt des frommen Juden wird mit all ihren Leidenschaften und Spannungen offenbart. 1966 erhielt Agnon zusammen mit Nelly Sachs als erster hebräischer Autor den Nobelpreis für Literatur.

Einheimische Autoren, die in den 1940er und 1950er Jahren zu schreiben begannen, brachten eine andere Mentalität und einen anderen kulturellen Hintergrund in ihre Werke mit ein als ihre Vorgänger. Sie gehörten zur sogenannten »Generation des Unabhängigkeitskrieges«. Sie waren bereits in Israel geboren, ihre Muttersprache war hebräisch und ihre Lebenserfahrung war dementsprechend tief in ihrem Heimatland Israel verwurzelt.

Autoren wie S. Yizhar, Moshe Shamir, Hanoch Bartov und Benjamin Tammuz waren hin- und hergerissen zwischen Individualismus und Engagement zum Wohle der Gesellschaft und des Staates. Sie präsentierten ein Modell des sozialen Realismus, oft mit heldenhaften Darstellungen und Motiven, das sich als eine Mischung aus einheimischen und internationalen Einflüssen herausstellte.

Konzentration auf das Individuum: In den frühen 1960er Jahren ging eine Gruppe von jüngeren und einflussreichen Autoren wie A. B. Yehos, Amos Oz, Yoram Kaniuk und Yaakov Shabtai neue Wege und schuf eine hebräische Prosa, die durch die Abkehr von ideologischen Themen einen Wendepunkt markierte und durch die Konzentration auf die Welt des Individuums gekennzeichnet war.

Während der nächsten beiden Jahrzehnte experimentierten die zeitgenössischen israelischen Autoren mit Erzählformen und verschieden Prosastilen wie psychologischem Realismus, Allegorie und Symbolismus. In ihren Werken brachten sie ihre Kritik und Skepsis hinsichtlich Israels politischer und sozialer Konventionen deutlich zum Ausdruck.

Internationale Anerkennung: In den 1980er und 1990er Jahren kam es zu einem explosionsartigen Ausbruch von intensiver literarischer Aktivität. Die Zahl der publizierten Bücher wuchs drastisch an. Gleichzeitig erlangten viele israelische Schriftsteller internationale Bekanntheit und Anerkennung, vor allem: Amos Oz, Abraham Yehoshua, Yoram Kaniuk, Aharon Appelfeld, David Shahar, David Grossman und Meir Shalev. Der Glaube an die Literatur als ein Mittel, das den Leser zum Verständnis seiner selbst als Individuum und als Teil seiner Umgebung führt, ist charakteristisch für diese Periode, die drei Generationen von zeitgenössischen Autoren umfasst.

Aus einer anderen Perspektive: Neue Verarbeitungsversuche der Tragödie des europäischen Holocaust unter dem Nationalsozialismus ließen neue Ausdrucksformen zur Behandlung fundamentaler Fragen entstehen, die nur in der Perspektive von Zeit und Ort erörtert werden können, wobei Distanz und Betroffensein miteinander verschmelzen (Aharon Appelfeld, David Grossman, Yehoshua Kenaz, Alexander und Yonat Sened, Nava Semel und andere).

In den letzten Jahren erlangten eine Reihe von bedeutenden Autorinnen große Bekanntheit, darunter Amalia Kahana-Carmon, Chana Bat Shachar, Shulamit Hareven, Shulamit Lapid, Ruth Almog, Savion Leibrecht, Batya Gur u.a. Sie schreiben nicht nur über allgemeine Themen, sondern ihnen liegt vor allem die Welt der Frauen am Herzen. Sie schildern die Welt der israelischen Frauen, die sich ihres Platzes in der jüdischen Tradition und ihrer Rolle in der zionistischen Bewegung bewusst sind. Lapid und Gur ließen sich auch auf die Literaturgattung Kriminalroman ein und ernteten viel Beifall in Israel und über die Landesgrenzen hinaus.

Bücherkult: fremd, surreal und individuell: In jüngster Zeit hat sich eine Generation herausgebildet, die weniger die israelische Erfahrung in das Zentrum ihrer Werke stellen, sondern einen eher universalistischen Trend widerspiegeln, der oft von fremder, surrealer und individueller Natur ist. Einige dieser Autoren erfreuen sich einer Leserschaft, die einer Kultanhängerschaft gleichkommt. Ihren neuen Büchern ist ein Platz der Bestsellerliste sicher (Yehudit Katzir, Etgar Keret, Orly Castel Blum, Gadi Taub, Irit Linor, Mira Magen).

Neuzeit der Literatur: Hebräische Literatur existiert nicht nur in einer reichen Vielfalt, sondern erscheint auch in anderen Sprachen wie z.B. Arabisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Seit der Einwanderungswelle von über 700 000 Juden aus der ehemaligen Sowjetunion hat Israel sich zum größten Zentrum literarischer Aktivität in der russischen Sprache außerhalb von Russland selbst entwickelt.

In den letzten Jahren haben die israelischen Verlage den Weg der elektronischen Publikationen (Multimedia, CD-ROM) geebnet und in rasantem Tempo erobert. Israelische Programme, die ein breites Spektrum an Themen abdecken, werden weltweit vertrieben.

Hebräische Dichtung

Hebräische Dichtung wurde ohne Unterbrechung von der biblischen Zeit bis zur Gegenwart verfasst. Sie verwebt in kunstvoller Weise äußere Einflüsse und innere Traditionen. Die Dichtung der Vergangenheit, die vorrangig religiöse und nationale Themen aufgreift, enthält bereits Motive der persönlichen Erfahrung, die in der Dichtung der Gegenwart vorherrschen.

Ein Bruch mit den traditionellen poetischen Ausdrucksformen entwickelte sich während der jüdischen Aufklärung in Europa (1781 bis 1881), als die volle Einbürgerung der Juden und Säkularisierung des jüdischen Lebens angestrebt wurden. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde der Ruf der zionistischen Bewegung nach Wiederherstellung des nationalen jüdischen Lebens in Israel laut.

Chajim Nachman Bialik (1873 bis 1934) und Schaul Tschernichovsky (1875 bis 1943) gehörten zu den bedeutendsten Dichtern, die aus dieser Periode des Umbruchs hervorgingen und Anfang des 20. Jahrhunderts selbst nach Palästina einwanderten.

Chajim Nachman Bialiks Werke, die sein Engagement für die nationale jüdische Renaissance widerspiegeln und die Lebensfähigkeit jüdischen Lebens bzw. die Möglichkeit einer jüdischen Identitätsfindung in Osteuropa verwerfen, umfassen sowohl lange epische Gedichte über Kapitel der jüdischen Geschichte als auch reine lyrische Dichtung über Liebe und Natur.

Bialik, der oft als der »Volksdichter« oder »der Dichter der hebräischen Wiedergeburt« bezeichnet wurde, schuf eine neue Dichtersprache, die frei war von dem übermächtigen biblischen Einfluss wie es noch bei seinen Vorgängern der Fall war. Dennoch behielt er die klassische Struktur und Klarheit des Ausdrucks in seiner ausgereiften und gelehrten, aber der zeitgenössischen Alltagssprache angepassten Diktion bei. Seine Gedichte werden bereits über Generationen hinweg von israelischen Schulkindern auswendig gelernt.

Schaul Tschernichovsky schrieb neben Lyrik auch dramatische Epen, Balladen und Allegorien. Er versuchte in seinen Werken, die Welt des Judentums zu heilen und zu verschönern, indem er ihr persönliche Selbstachtung und Würde zusprach und ihr Bewusstsein für die Schönheiten der Natur sensibilisierte.

Seine Sprache mit ihrer Affinität zum rabbinischen Hebräisch ist anders als Bialiks Idiom, der die biblische Prägung mit der aufkeimenden neuen Alltagssprache verbindet. Sowohl Bialik als auch Tschernichovsky stehen jeder auf seine Art für den Übergang zum modernen Genre.

Bilderreiche Dichtung:Abraham Shlonsky, Natan Alterman, Lea Goldberg und Uri Zvi Greenberg waren die Wegbereiter der nächsten Dichtergeneration, die in den letzten Jahren vor der Staatsgründung und in den ersten Jahren danach schrieben.

Shlonsky verwendete in seiner Dichtung eine Flut von Bildern und linguistischen Neuschöpfungen. Diesem Stil blieb er auch in seinen produktiven Übersetzungen von klassischer Dichtung vor allem aus dem Russischen treu.

Altermans Werke, von denen viele wegen ihrer politischen Kommentare bekannt sind, begleiten alle Stadien der Entwicklung der jüdischen Gesellschaft und zeichnen sich durch Sprachreichtum und eine Fülle von dichterischen Formen, Klängen und Rhythmen, Bildern und Metaphern aus.

Goldberg erweiterte das lyrische Spektrum in Gedichten, die die Stadt und die Natur sowie den Menschen auf der Suche nach Liebe, Gemeinschaft und Zuwendung schildern. Greenberg, der eine Poesie der Verzweiflung und des Zorns mit einer wilden Bildersprache und stilistischer Kraft schrieb, behandelte in seinen Werken in erster Linie nationale Themen und die Auswirkungen des Holocaust.

Diese Gruppe von Dichtern führte als erste den Rhythmus der gesprochenen Sprache in die hebräische Dichtung ein. Sie stellten alte Redewendungen wieder her und prägten neue, um auf diese Weise der alten Sprache neue Flexibilität und neuen Reichtum zu verleihen.

Die Dichtung dieser Periode war stark vom russischen Futurismus und Symbolismus sowie vom deutschen Expressionismus beeinflusst und tendierte zur klassischen Struktur und Melodie der Reimlyrik. Sie reflektierte Bilder und Landschaften der Geburtsländer der Dichter und neue Visionen ihres neuen Landes in einer heroischen Tonart. Ihre Gedichte schildern Erinnerungen von »damals« und die Sehnsucht nach neuen Wurzeln »hier« als Ausdruck des »Schmerzes der zwei Heimatländer«, wie Lea Goldberg einmal schrieb. Viele dieser Gedichte wurden als Lieder vertont und bilden so einen festen Bestandteil der nationalen Folklore.

Hebräische Frauendichtung: Die erste bedeutende Dichterin der hebräischen Sprache war Rachel Bluwstein (1890 bis 1931), die unter ihrem Vornamen »Rachel« bekannt wurde. Ihre Werke legten den Grundstein und Maßstab für die hebräische Frauendichtung sowie für die Erwartungen, welche die Leserschaft an eine solche Dichtung stellt. Rachels lyrischer, knapper, gefühlvoller, intellektuell unprätentiöser und persönlicher Stil beeinflusste nicht nur die Dichterinnen ihrer Zeit nachhaltig, sondern auch Poetinnen nachfolgender Epochen wie z.B. Dalia Ravikovitch und Maya Bejerano.

Trend zur Verständlichkeit: Mitte der 1950er Jahre kam mit einer neuen Gruppe jüngerer Dichter, deren Muttersprache Hebräisch war, eine neue Strömung auf, an deren Spitze die Dichtung von Jehuda Amichai, Natan Zach, Dan Pagis, T. Carmi und David Avidan standen.

Diese Dichter tendierten zu einer Sprache des Understatement, der allgemeinen Abkehr von kollektiven Erfahrungen, freier Beobachtung der Realität und einem umgangssprachlichen Stil. Für diese Dichtergeneration waren nicht mehr die poetischen Einflüsse von Puschkin und Schiller maßgebend, sondern die englische und amerikanische Dichtung. Die Werke von Amichai, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, sind durch den Gebrauch von Alltagssprache, Ironie und metaphysischen Metaphern gekennzeichnet. Diese Stilmittel wurden zum Markenzeichen eines Großteils der Dichtung seiner jüngeren Zeitgenossen, die das Ende der ideologischen Dichtung proklamierten und völlig mit der Alterman-Shlonskyschen Tradition der klassischen Strukturen und geordneten Reime brachen. Zachs Werke entlocken dem gesprochenen Alltagshebräisch innovative, liturgieähnliche und musikalische Qualitäten.

Andere bedeutende Dichter unserer Zeit sind Asher Reich, Arieh Sivan, Ronny Somak und Moshe Dor.

Die Dichtung der allerjüngsten Generation wird von Individualismus und Verblüffung dominiert und tendiert zu kurzen Gedichten in umgangssprachlicher Diktion, ohne Reime und mit freiem Rhythmus.

Die israelische Dichtung hat einen großen und treuen Leserkreis. Gedichtbände aus allen Epochen werden in Auflagen verkauft, die so hoch sind wie die in wesentlich bevölkerungsstärkeren westlichen Ländern.

Kinderliteratur

Die israelische Kinderliteratur umfasst sowohl Originaltexte als auch Übersetzungen von Klassikern der Kinderliteratur aus vielen Sprachen und beinhaltet eine bunte Vielfalt von Themen und Prosastilen. Sie liegt ganz im gegenwärtigen Welttrend zu höherem Niveau und Sachlichkeit in Sprache und Inhalt.

Zeit für Helden: Im ersten Jahrzehnt des jungen Staates Israel bewegten sich die hebräischen Kinderbücher ganz im typischen Wertesystem der Aufbaujahre. Die Themen Pionierarbeit, Kampf und Erreichen der Ziele standen im Vordergrund, wobei die Verpflichtung des Einzelnen, am Aufbau des Landes mitzuwirken, besonders hervorgehoben wurde. Die Kinderbücher der Aufbaujahre waren voll von Parolen und bewunderungswürdigen Heldenfiguren. Die nationale Vision spielte eine zentrale Rolle. Das Wort »wir« erschien häufiger als das Wort »ich«.

Zeit für Probleme: Die Rolle der Kinderliteratur als Vermittlerin der sozialen und ethischen Werte der Erwachsenen wurde seit den späten 1960er Jahren allmählich abgelöst durch eine Hinwendung zur Welt und den Problemen des Kindes selbst. Themen wie Tod, Scheidung, alleinerziehende Mütter und Väter, Leben mit Behinderungen, Schwierigkeit des Erwachsenwerdens und die konfliktreiche Suche nach einem eigenen Platz in Familie und Gesellschaft traten in Erscheinung.

Zeit für Ehrlichkeit: Daneben entstanden Kinderbücher voller Phantasie und spannender Geschichten, die die Kinder in die Welt der reinen Unterhaltung entführen.

In der heutigen Kinderliteratur sind die Motivation zum unbefangenen Fragen und die Ermutigung zum selbständigen Denken zu Schlüsselelementen geworden. Themen von sozialer und nationaler Bedeutung nehmen in den israelischen Kinderbüchern zwar immer noch einen hohen Stellenwert ein, aber sie werden heutzutage mit größerer Ehrlichkeit und Offenheit behandelt. Einige aktuelle Kinderbücher versuchen, auf stereotype Darstellungen der multikulturellen Gesellschaft zu verzichten und thematisieren die Einwanderung von Juden aus vielen Teilen der Welt, während historische Werke und Biographien in erster Linie berühmte Gestalten darstellen, die im Laufe des letzten Jahrhunderts an der Erneuerung des jüdischen Lebens im Land Israel und der Entwicklung des Landes mitwirkten.

Zeit für Einfühlungsvermögen: Im Laufe der Jahre ist eine beträchtliche Menge an Kinderliteratur für verschiedene Altersgruppen publiziert worden. Charakteristisch für die israelische Kinderliteratur ist eine gute graphische Gestaltung, eine psychologisch einfühlsame Darstellung sowie ein ausdrucksvoller und bilderstarker Sprachstil, der dem jungen Leser ermöglicht, sich in den Inhalt der Geschichten hineinzudenken. Viele israelische Kinderbücher sind mittlerweile auch weltweit in der jeweiligen Landessprache erschienen.


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