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Ursachen der Flucht

Die palästinensischen Araber werden meist als Vertriebene bezeichnet. Die Version der Palästinenserregierung lautet: »Die Zionisten riefen den Staat Israel aus, ohne seine Grenzen zu definieren. Arabische Armeen kamen, um die Palästinenser zu verteidigen. Letztlich wurde (1949) ein Waffenstillstand geschlossen. Die Zionisten kontrollierten 77 Prozent des palästinensischen Landes und über eine Million Palästinenser wurden gezwungen, ihr Land zu verlassen.« (1)

Auch die deutsche Presse lässt keine Bedenken an der israelischen Aggression aufkommen: »Ergebnisse historischer Forschung beweisen zweifelsfrei, dass Israel Hunderttausende von Arabern vertrieb, ihre Dörfer und Ernten verbrennen oder enteignen ließ und arabischen Boden gegen alles Völkerrecht raubte, um ihn später zu besiedeln.« (2)

Israel freundlicher gesinnten Quellen zufolge gab es hauptsächlich zwei Gründe für die Flucht der Araber: Die benachbarten arabischen Staaten, die gegen Israel Krieg führten, riefen ihre arabischen Brüder im neugegründeten Israel auf, das Land zu verlassen, um der Invasion nicht im Weg zu sein. Nachdem die Juden ins Meer getrieben seien, könnten sie in ihre Heimat zurückkehren. Ein Flüchtling drückte es so aus: »Die arabische Regierung sagte uns: ›Geht hinaus, so dass wir hineingehen können.‹ So gingen wir hinaus, aber sie gingen nicht hinein.« (3)

Der zweite Grund für die Flucht der Araber war die übertriebene Angst vor dem israelischen Heer. Meldungen arabischer Anführer, z. B. über die Einnahme des Dorfes Deir Jasin, erfüllten sie mit Furcht und Schrecken.

Die Gründe der jüdischen Flucht aus arabischem Gebiet beschreibt Joan Peters in »From Time Immemorial«: »Der Massenexodus jüdischer Flüchtlinge aus den arabischen Ländern wurde hauptsächlich durch die Ausbrüche arabischer, an die Nazizeit erinnernder Brutalität ausgelöst, die zum Los der jüdischen Gemeinwesen wurde... Aber die Geschichte der Verfolgung der Juden durch Araber ist lang, eine Chronik ›unerträglichen Druckes‹, die ihre Ursprünge und Inspiration aus dem Buch des islamischen Religionsstifters aus dem siebten Jahrhundert bezog.« (4)

Nach in ihrem Buch abgebildeten Dokumenten unterstützten arabische Politiker in Wort und Tat die »Endlösung der Judenfrage« Adolf Hitlers. SS-Reichsführer Heinrich Himmler schrieb demnach 1943 ein Telegramm an Amin El Husseini, Großmufti von Jerusalem (er soll Arafats »Mentor und geistiger Führer« gewesen sein): »Die Nationalsozialistische Bewegung Großdeutschlands hat sich seit ihrer Entstehung den Kampf gegen das Weltjudentum auf ihre Fahne geschrieben. Sie hat deshalb schon immer mit besonderer Sympathie den Kampf der freiheitsliebenden Araber, vor allem in Palästina, gegen die jüdischen Eindringlinge verfolgt. Die Erkenntnis dieses Feindes und der gemeinsame Kampf gegen ihn bilden die feste Grundlage des natürlichen Bündnisses zwischen dem nationalsozialistischen Großdeutschland und den freiheitsliebenden Mohammedanern der ganzen Welt. In diesem Sinne übermittle ich Ihnen am Jahrestag der unseligen Balfour-Deklaration meine herzlichsten Grüße und Wünsche für die glückliche Durchführung Ihres Kampfes bis zum sicheren Endsieg.« (5)

Auch der Koran widerspricht dem Gerücht des harmonischen Zusammenlebens von Arabern und Juden: »O ihr Gläubigen, befreundet euch nicht mit den Juden und den Christen. Wer sich mit ihnen befreundet, wird einer der Ihren; Allah verweigert seine Führung der Gemeinschaft der Ungerechten.« (6)

Die Westbank, mit der nach der Meinung der westlichen Welt die palästinensischen Flüchtlingen so eng verbunden sind, ist das beste Beispiel für die verdrehte Lage im Nahen Osten: Jahrhundertelang lebten größere jüdische Gemeinschaften zum Beispiel in Hebron, Sichem (Nablus), Jericho und in der Altstadt Jerusalems. Unter der Herrschaft Jordaniens von 1948 bis 1967 gab es fast keine Juden mehr in diesem Gebiet – sie wurden vertrieben. Heute werden jüdische Siedler, von denen zumindest einige nur ihre alte Heimat wieder aufgesucht haben, als rechtsradikale Eindringlinge angesehen.


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Quellennachweis

(1) Palestinian National Authority Official Website: http://www.pna.net/facts/pal_hist.htm (Server existiert nicht mehr)
(2) taz, 14. Mai 1998
(3) Philister – oder: Die große Täuschung, Seite 118, Ramon Bennett, Arm of Salvation, Jerusalem 1995
(4) From Time Immemorial, Seite 80, Joan Peters, J. KAP Publishing, USA, 1984
(5) Telegramm des SS-Reichsführers Heinrich Himmler an Amin El Husseini, Großmufti von Jerusalem, 1943, abgebildet in: From Time Immemorial, Seite 441, Joan Peters, J. KAP Publishing, USA, 1984,
(6) Der Koran, Sure »El Maida«, zitiert in: Lügen im Heiligen Land, Seite 290, Peter Scholl-Latour, Siedler Verlag, Berlin 1998

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